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Vorzeitige Ejakulation
Priligy® ist ein Medikament in Tablettenform, das den Wirkstoff Dapoxetin enthält. Es wird zur Behandlung von vorzeitigem Samenerguss (Ejaculatio praecox) angewendet. Wiederholt auftretende vorzeitige Ejakulationen sind ein mittlerweile sehr häufiges sexuelles Problem, das in jedem Lebensalter auftreten kann. Die betroffenen Männer erleben den Samenerguss und Orgasmus noch vor oder während der ersten Minuten des eigentlichen Geschlechtsverkehrs. Langfristig kann der frühe Orgasmus zu emotionalem Stress und Problemen bei beiden Partnern führen. Psychische Faktoren sind zwar häufig die Ursache des Problems, jedoch spielen bei durchaus einigen Männern auch körperliche Einflüsse eine Rolle. Der Zeitpunkt der Ejakulation wird durch das Hormon Serotonin klar beeinflusst. Dapoxetin ist ein Selektiver-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): Er blockiert Transportstoffe, die Serotonin nach erfolgter Signalübertragung wieder in die Speicherplätze zurückbefördern. Serotonin verbleibt so länger am Wirkort, und seine Wirksamkeit steigt. SSRI werden bislang hauptsächlich zur Behandlung von depressiven Erkrankungen eingesetzt. Im Gegensatz zu Dapoxetin, das 1 bis 3 Stunden vor dem Sex eingenommen wird, müssen diese Antidepressiva jedoch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum verwendet werden.
Vorsicht bei Orthostaseneigung! Vor der ersten Gabe sollte ein Arzt die Neigung zu einer orthostatischen Hypotension ausschließen. Orthostatische Hypotension (OH) ist ein krankhafter Blutdruckabfall beim Aufstehen aus sitzender oder liegender Position. Den meisten gesunden Menschen kann es passieren, dass sie beim schnellen Aufrichten kurz ein Schwächegefühl, diffusen Schwankschwindel oder ein Schwarzwerden vor den Augen bekommen. Man spricht nur von einer OH wenn es ständig auftritt und Beschwerden verursacht.

Nehmen Sie kein Alkohol innerhalb 24 Stunden vor oder nach dem Einnehmen von Priligy zusich! Das Risiko von Nebenwirkungen auf Nervensystem, Herz und Kreislauf kann erhöht werden.

Priligy wurde nur an Männern mit vorzeitiger Ejakulation getestet. Über Wirkung und Nebenwirkungen bei Männern ohne Ejakulationsprobleme liegen keine Daten vor.

Dapoxetin darf auf keinen Fall zusammen mit Drogen eingenommen werden. Insbesondere in Kombination mit Ketamin, LSD, MDMA, Betäubungsmitteln und Benzodiazepinen können schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten.

Es kann nach der Einnahme von Dapoxetin (Priligy) zu Kreislaufproblemen bis hin zu einem Kreislaufkollaps kommen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Vermeidung von Alkohol sind wichtig, um dem vorzubeugen. Vorsicht auch bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten, die eine blutgefäßerweiternde Wirkung besitzen (Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten, Nitrate, PDE5-Hemmer).

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Antidepressiva erhöhten in Kurzzeitstudien das Risiko von suizidalen Gedanken bei Kindern und Jugendlichen mit starker Depression. Für Priligy fand sich bisher kein Hinweis auf eine solche erhöhte Gefährdung.

SSRI können die Blutgerinnung beeinflussen. Vorsicht bei gleichzeitiger Behandlung mit Plättchenaggregationshemmern (atypische Antipsychotika, Phenothiazine,Acetylsalicylsäure, NSAR) oder Antikoagulanzien (Warfarin). Menschen mit Blutungs- oder Gerinnungsstörungen sind besonders gefährdet.

Ein plötzliches Absetzen von SSRI, die über einen längeren Zeitraum verabreicht wurden, kann zu Entzugserscheinungen führen, zum Beispiel Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, mieser Laune, Nervosität, Schwindel und Kopfschmerzen. Beim Absetzen von Priligy zeigten sich in Studien keine oder nur leichte Entzugserscheinungen.
• Männer unter 18 und über 64 Jahren
• Krampfanfälle, instabile Epilepsie
• sychiatrische Störungen wie Schizophrenie, Depression, Manie, Bipolare Störung
• Bestehende Herzerkrankung wie Herzinsuffizienz, Leitungsanomalien ohne Herzschrittmacher (AV-Block, Sick-Sinus-Syndrom), ischämische Herzerkrankung, Herzklappenerkrankung
• Schwere Nierenfunktionsstörung
• Mäßige oder schwere Leberfunktionsstörung
• Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel, Glucose-Galaktose-Malabsorption
• Überempfindlichkeit gegen Dapoxetin oder einen anderen Inhaltsstoff
• Vorsicht bei leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung
• Vorsicht bei genetisch bedingter langsamer Verstoffwechselung von CYP2D6
Gleichzeitiger Behandlung von Priligy mit Medikamenten, die eine blutgefäßerweiternde Wirkung besitzen, sowie PDE5-Hemmer (Potenzmittel), Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten (z.B. Tamsulosin) oder Nitrate, wird abgeraten.

Priligy darf nicht mit stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ der SSRI, SNRI's, MAO-Hemmer oder anderen Präparaten kombiniert werden, die auf den Serotoninspiegel wirken. Dazu gehören auch Produkte sowie L-tryptophan, Triptane, Tramadol, Linezolid, Lithium und Johanniskraut. Die Kombination kann zu einem Serotonin-Syndrom führen, jene mit Alkohol Schwindel und Synkopen verstärken. Vor oder nach Einnahme solcher Substanzen muss ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden.

Dapoxetin sollte zudem weder gleichzeitig, noch vor oder nach der Einnahme von Thioridazin eingesetzt werden.

Priligy darf nicht mit starken Hemmern des Enzyms Cyp3A4 gebraucht, sowie Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin, Nefazadone, Nelfinavir oder Atazanavir. Vorsicht ist geboten bei moderaten Cyp3A4-Hemmer, sowie Erythromycin, Clarithromycin, Fluconazol, Amprenavir, Fosamprenavir, Aprepitant, Verapamil, Diltiazem.

Vorsicht ist geboten bei Medikamenten, die das zentrale Nervensystem (ZNS) beeinflussen. Die Kombination von Priligy® mit derartigen Arzneimitteln ist bislang nicht ausreichend untersucht worden. Priligy darf nicht mit stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ der SSRI, MAO-Hemmer oder anderen Präparaten (auch pflanzlichen) kombiniert werden, die auf den Serotoninspiegel wirken. Vor oder nach Einnahme solcher Substanzen muss ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden. Dapoxetin sollte zudem weder gleichzeitig, noch vor oder nach der Einnahme von Thioridazin eingesetzt werden. Vorsicht ist geboten bei Medikamenten, die das zentrale Nervensystem (ZNS) beeinflussen. Die Kombination von Priligy® mit derartigen Arzneimitteln ist bislang nicht ausreichend untersucht worden.
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht. Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

• Schwindel
• Kopfschmerz
• Übelkeit
• Durchfall, Erbrechen
• Schlaflosigkei
• Müdigkeit
• Erhöhter Blutdruck
• Reizbarkeit, Angstzustände
• Tinnitus
• Verschwommenes Sehen
• Schwitzen
• Erektile Dysfunktion
Das Medikament ist nicht für Frauen zugelassen.

Es ist bislang nicht bekannt, ob Dapoxetin in die Muttermilch übergeht.
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